Porträt im Laden
 

Porträt-Rückblick 2011

Friedemann Bühler – Holzgefäße

7. Oktober bis 19. November 2011
Eröffnung: 6. Oktober, 18.30 Uhr

Die Schalen von Friedemann Bühler bewahren den Daumenabdruck eines Riesen, eines Baumriesen. Sie öffnen den Blick auf seine Natur, seine Zeit, sein Wachstum, seinen Eigensinn. Er bietet sein Holz als Vorlage. Der Gestalter entscheidet über den Zuschnitt, aus dem er das Gefäß heraus drechselt und bearbeitet. Als Echo der Rotation des Drehvorgangs, der sich so extrem der Materie gewordene Langsamkeit des Holzwachstums entgegen stemmt, entsteht im Gefäß die subtile Balance zwischen Natur und Kunst. Stilsicher findet Friedemann Bühler in seiner Hommage an das faszinierende Material Holz seinen selbstbewussten künstlerischen Ausdruck. Die Offerten des Materials beflügeln seine kreative Sprache, die in großer Klarheit aus dem metaphorischen Gehalt seiner Gefäße spricht.
 
Schnuppe von Gwinner

Form – Farbe - Funktion

In der Nürnberger Werkstatt von Cornelius Réer entstehen am Schmelzofen unterschiedliche Gefäßformen. Seine Formensprache kennzeichnen subtile Farbgebung, gute Funktion und entschlossene Formgebung. So entstehen Unikate und Kleinserien, die sich selbst erklären. Dem scheinbar einfachen Erscheinungsbild steht oft ein aufwändiger Gestaltungs- und Herstellungsprozess gegenüber.

 
Cornelius Réer wurde 1961 in Coburg geboren. Nach einer Glasmacherlehre folgten Assistenzen in verschiedenen Werkstätten, u. a. in Schweden. Nach einem Studienjahr am "International Glass Center Brierley Hill" G.B arbeitet er selbstständig. Von 1992 bis 2003 fertigte er seine Kollektion in verschiedenen Werkstätten, seit 2003 betreibt er eine Werkstatt für Glasschmelze in Fürth, 2008 erfolgte der Umzug nach Nürnberg.

Handwerk trifft Kunst - Kunst trifft Handwerk

Die Arbeiten von Evelyn Hesselmann – Gebrauchskeramiken, Plastiken,
Wandgestaltung – sind gedrehte oder gebaute Einzelstücke, deren
Oberflächengestaltung mit dem Kapselbrand erzielt wird. Ihre Aufgabe als
Künstlerin sieht Evelyn Hesselmann darin, die dem Material innewohnende
Einzigartigkeit zu zeigen. „Ton eignet sich besonders zur Darstellung von
Ursprünglichkeit, weil er sich mit der Vorstellung von Erde als „Urstoff“
verbindet. Ich versuche mit den „Elementen“ Erde-Wasser-Feuer-Luft einen Weg
zu gehen, der mich meinem Ziel ein wenig näher bringen soll. Ich habe mich
für den Kapselbrand entschieden, da sich durch ihn das Geheimnis der
feuergebrannten Keramik immer wieder aufs Neue erschließt. Die Liebe zum
Material, die Sensibilität für die Arbeitsprozesse und der Respekt vor der
Natur prägen das Sein des gefertigten Gegenstandes.“

BLAU

»In 50 Jahren von Babyfalten über Lachfalten zu Stirnfalten und Augenlidfalten – dazwischen auch mal Glattes – und letztendlich Plisseefalten und Prägedruck. All dies zu erleben in Nachtblau, Ultramarinblau, Indigoblau, Kobaltblau, Petrolblau, Türkis, Hellblau, Lapislazuli, Saphirblau, Royalblau.« Sonia Trinkl lädt Sie herzlich ein zur Präsentation einer Auswahl von 50 Arbeiten zu diesem Thema.

Bayerischer Staatspreis 2011

Der Goldschmied Peter Bauhuis ist fasziniert von den Möglichkeiten des Metallgusses. Aus seinen Schmuckstücken erwuchsen im Lauf der Jahre auch Gefäßobjekte, die zusehends an Größe und Volumen gewannen. Die Dimension, in der er heute in der Lage ist, verschiedene Metalllegierungen in einer Form zusammen zu gießen, ist einzigartig, wie auch die ungewöhnliche Formensprache seiner faszinierenden Gefäßobjekte.

Die Goldschmiedin Daniela Osterrieder aus Weilheim erhält den Bayerischen Staatspreis für ihre Broschen aus verschiedenen Gold- und Silberlegierungen. Die Naturform des Falterflügels stand dabei Pate. Die sublimen Oberflächen erreicht sie durch das Aneinanderlöten kleinster Gold- und Silberplättchen, wodurch ein leichter Schimmer ähnlich dem eines Falterflügels erzeugt wird.

The JAMES Days - Jewellery And Metalwork Enquiry Show

Die fünf Schmuckkünstler Christine Graf (München, Deutschland), Lisa Juen (Shanghai, China), Toni Mayner (Birmingham, UK), Patrick McMillan (Providence, USA) und Kathryn Partington (Birmingham, UK) präsentieren in der Ausstellung
„The JAMES Days“ ihre neuesten Arbeiten.

Kennengelernt haben sich die fünf Schmuckmacher während ihres Studiums 2006/2007 an der School of Jewellery der Birmingham City University in England
und veranstalten seit ihrem Studienabschluss einmal im Jahr eine gemeinsame Ausstellung anlässlich des SCHMUCK-Events zur Internationalen Handwerksmesse IHM. Ein fester Zusammenschluss als Gruppe besteht darüber hinaus nicht. Die
bisher drei Ausstellungen fanden als Studio-Ausstellungen im Atelier von Christine Graf statt. In diesem Jahr sind die Arbeiten von Christine Graf, Lisa Juen, Toni
Mayner, Patrick McMillan und Kathryn Partington zum ersten Mal in den Räumen
des Bayerischen Kunstgewerbe-Vereins vertreten.

Der Name JAMES, ein Akronym für Jewellery And Metalwork Enquiry Show,
begleitet das gemeinsame Projekt schon seit dem Studium in Birmingham. Die damalige Abschlusspräsentation im Jahr 2007 trug den Titel „Come and see JAMES“. Darauf folgten in München die Ausstellungen „JAMES on Stage“ (2008),
„The JAMES Exchange“ (2009) und im vergangenen Jahr „Dear JAMES“.  Der
Begriff der “Kommunikation“ in seinen verschiedensten Ausprägungen ist bei
den gemeinsamen Projekten der zentrale Aspekt für die auf drei Kontinenten beheimateten Künstler und das Grundthema aller bisher realisierten JAMES Ausstellungen.

Der diesjährigen Ausstellung "The JAMES Days" liegen Fotoserien zugrunde. Im Monat Juni 2010 fertigte jeder der Schmuckkünstler täglich ein Foto aus seinem Alltag und verschickte diese insgesamt 30 Bilder an die anderen Teilnehmer. Jedem Künstler lagen zu Beginn seiner Arbeit somit die Bilderserien seiner Kollegen vor,
die es in Schmuckstücke umzusetzen galt. So entstand eine Ausstellung mit inhaltlich zusammengehörenden Arbeiten, die sich jedoch alle durch die ganz individuellen Handschriften der einzelnen Künstler auszeichnen.

Alle Jahre wieder – Elegantes, Warmes und Nützliches für den Winter

Passend zur kalten Jahreszeit zeigt das Porträt im Laden eine faszinierende Auswahl an Gewebtem, Gestricktem, Gefilztem und Plissiertem. Über 20 Mitglieder sind mit Hüten, Mützen, Kappen, Schals, Ponchos und Mänteln vertreten. Zu bestaunen gibt es Elegantes für den großen Auftritt, Warmes gegen Wind und Schnee, sowie Nützliches für die Widrigkeiten des winterlichen Alltags.

Bayerischer Kunstgewerbe-Verein e.V. | Pacellistraße 6 – 8 | 80333 München | Tel. 089-29 01 47-0 | info@kunsthandwerk-bkv.de