Portrait-Rückblick 2009
Heidi Greb – Sich ein „Fell“ zulegen. Filz-Kleider-Kunst
09.10.2009-02.01.2010
Schafwollhaare verbinden sich mit Hilfe von warmem Wasser und Seife und dem Druck der eigenen Hände zu einem unentwirrbaren Material: dem Filz. Der Prozess des Filzens ist seit alters her bekannt und fasziniert durch seine Einfachheit und Ursprünglichkeit sowie durch seine unerschöpflichen kreativen Möglichkeiten.
Heidi Grebs Filz-Kleider-Kunstwerke haben keine Nähte, d. h. jedes Modell entsteht in reiner Handarbeit durch die Technik des Verfilzens bereits in seiner Endform. Im Unterschied zu ihren ersten Arbeiten in naturfarbiger Schafwolle verwendet Heidi Greb seit 2002 auch Alpakahaar und Pflanzen- bzw. chemisch gefärbte Merinowolle. Zusätzlich arbeitet sie Torffasern und Seidenfasern in das Wollvlies mit ein. Ein weiteres Experimentierfeld ist seit 2006 die Verwendung von völlig unbearbeiteten Rohwollvliesen und -locken, wie sie bei der Schafschur anfallen.
Dorothea Dering: Einbände und Buntpapiere
Eine Würdigung der Kunsthandwerkerin zu ihrem 85. Geburtstag
24.07.-12.09.2009
Die Buchbinderin und Einbandgestalterin Dorothea Dering ist eine Suchende, Erkundende. Sie findet in den Farben, die uns umgeben, und in den Strukturen eines Verpackungsmaterials, das zunächst nur ganz zweckmäßig erdacht und erschaffen wurde, Schönheiten, denen sie eine gestalterische Wirkung abgewinnt. In der sie umgebenden Welt entdeckt sie Dinge, aus denen sie etwas Weiteres zu machen versteht und die zu Ausdrucksformen ihrer positiven Lebenseinstellung werden.
Bayerischer Staatspreis 2009: Die prämierten Arbeiten
03. April – 23. Mai 2009
In diesem Jahr gingen fünf der zehn auf der Internationalen Handwerksmesse vergebenen Staatspreise für besondere gestalterische Leistungen im Handwerk an Mitglieder des BKV.
Seit 1952, als der Bayerische Staatspreis erstmals vergeben wurde, haben
119 Mitglieder des BKV diese Auszeichnung erhalten.
Agnes von Rimscha: Blau-Weiss-Rot – Emailarbeiten
20. Februar - 28. März 2009
Ihr souveräner Umgang mit dem Material und den Arbeitstechniken ließen Agnes von Rimscha eine persönliche, unverwechselbare Sprache finden und die Symbiose von Kunst und Handwerk meistern.
Im Jahr 2000 erhielt sie für ihre Arbeiten eine Anerkennung beim Nachwuchsförderwettbewerb Schmuck und Gerät, 2002 den Danner-Ehrenpreis und 2003 den Bayerischen Staatspreis.
Felix Lindner - Schmuck
20. Februar - 28. März 2009
“Betrachtet man den Schmuck von Felix Lindner, denkt man unweigerlich an unsere Kindheit und an alle Dinge, die wir mit staunenden Augen entdeckt haben…, an unsere schönsten Ferien am Meer, an die letzte Ausgabe von Vogue (französisch oder italienisch), die wir durchgeblättert haben, an Barockmalerei in ihren kleinsten Details, und an Paris in seiner ganzen Pracht! Eins ist sicher: der Junge betreibt sampling.”
Samantha Font-Sala
Anna Hoessle - Papierlampen
09. Januar - 14. Februar 2009
In der dunklen Jahreszeit freuen wir uns alle über Licht, umso mehr wenn es so schön gestaltet ist wie mit den Papierlampen von Anna Hoessle. Die gelernte Buchbinderin fertigt die meisten Lampen aus Japanpapier, wenige auch aus anderen Materialien wie Farbfilterfolie oder Spinnacker. Das Papier ist verschieden stark und hat unterschiedliche Weißtöne und Strukturen. Ihre Leuchtkörper sind Einzelstücke. Es sind leichte schwebende Objekte, deren geometrische Strenge durch Einschnitte, Farben oder Faltungen aufgelockert wird.






