Portrait im Laden 2006
Christina Weck: Dosen, Schalen und Ringe, Silbergerät und Schmuck
22. September - 11. November 2006
Mit über 30 Jahren Mitgliedschaft gehört Christina Weck zu den tragenden Säulen der Kontinuität im Verein. Als Silber- und Goldschmiedin hat sie noch bei dem großen Lehrer Andreas Moritz an der Nürnberger Akademie studiert. Die Ausstellung zeigt sowohl Schmuck als auch Silbergerät. Christina Wecks jüngere Arbeiten übersetzen Lebensmittelverpackungen für kleine Köstlichkeiten in kostbare Kleinode. Silberdöschen, die Kaviar ferner Länder verheißen oder schlichtes Tomatenmark, oder geschmiedete Silberschälchen, die das Ephemere von Pralinenverpackungen aufgreifen. Das präsentierte Spektrum der Gold- und Silberschmiedekunst ist breit und von hoher handwerklicher und formaler Qualität.
Claudia Götter: Rahmen-Programm
21. Juli- 14. September 2006
Als Vergolder- und Fassmalermeisterin und Restauratorin ist Claudia Götter seit 1986 vielerorts selbstständig tätig. Sie arbeitete für die englische Staatsyacht, in den Palästen des Sultans Qabus in Oman oder in den bayerischen Residenzen und Schlössern ebenso wie für den Kunst- und Antiquitätenhandel im In- und Ausland. Seit 10 Jahren beteiligt sich Claudia Götter regelmäßig an Ausstellungen mit freien Arbeiten. Spiegel und Rahmen sind Programm, ihre Qualität sehr edel.
Schmuck für den Sommer: frisch & blumig
2. Juni - 15. Juli 2006
Die Picknick-Wiese in der Galerie ergänzend, ist das Portrait einem Thema gewidmet: Schmuck mit Blumenmotiven aus Filz, Kunststoff oder Gold, frei oder konkret, als Ring oder Haarschmuck. Sie finden Arbeiten von Andrea Borst, Ilka Bruse, Petra Dömling, Pura Ferreiro, Gabriela Fink, Anne Gericke, Miriam Geyer, Katja Höltermann, Hilde Janich, Unk Kraus, Christiane Oexl, Gabriele von Pechmann, Gitta Pielke, Alessandra Pizzini, Franziska Reitmeier, Stefanie von Scheven, Eva Tesarik, Henriette und Martin Tomasi, Karin Wagner.
Die blumige Schau wird durch Taschen von Beatrice Oettinger und Annette Quentin-Stoll ergänzt. Kleider von Rieke von Müller aus Blumentischdecken sind mit floralen Leuchtern von Ulrich Beckert und Georg Soanca-Pollak beleuchtet. Die Blüten dieser Leuchter öffnen sich bei Licht und schließen sich beim Ausschalten.
Katja Höltermann: Exzentriker und andere Persönlichkeiten
7. April - 27. Mai 2006
Rückblickend hat es sich glücklich gefügt, dass wir Katja Höltermann, die Trägerin des Bayerischen Staatspreises 2006 für das aktuelle Portrait im Laden eingeladen hatten. Unter dem Titel »Exzentriker und andere Persönlichkeiten« zeigt sie ihre Silberschmiede- und Schmuckarbeiten. Trotz der Variationsbreite ihrer Arbeiten – floral inspirierter Schmuck gegenüber strengem Silbergerät – ist ihre konsequente gestalterische Durchdringung deutlich zu spüren.
Anna Sykora: Außer-Gewöhnliches Porzellan
3. März - 1. April 2006
Die Arbeiten von Anna Sykora sind nicht nur außergewöhnlich in Form und Farbgebung sondern auch in der Technik. Anna Sykora arbeitet mit der so genannten Terra Sigillata. Die Gefäße sind aus feinem Porzellan aus dem französischen Limoges gedreht. Sie werden in einem sehr zerbrechlichen Zustand mit einer Terra Sigillata überzogen und dekoriert.
Als Terra Sigillata bezeichnet man eine keramische Oberfläche, schon seit der Antike bekannt, jedoch inzwischen nur noch selten angewandt. Die Gefäße werden mit einer dünnen Schicht aus extrem feinem Ton überzogen und danach gebrannt. Diesen Überzug stellt Anna Sykora in einem aufwändigen Verfahren selbst her. Nach dem ersten Brand werden die Stücke innen glasiert und ein zweites Mal mit einer erheblich höheren Temperatur gebrannt. Erst jetzt erhalten sie ihre endgültige Farbe und Festigkeit. Die Arbeiten von Anna Sykora wurden 2004 mit dem Hessischen Staatspreis und 2005 mit dem Landespreis Berlin für das Gestaltende Handwerk ausgezeichnet.
Kristallglasmanufaktur Theresienthal: Glanz auf der Tafel
13. Januar - 25. Februar 2006
»Ende des 19. Jahrhunderts machten sich die Glasmacher zu Fuß auf den Weg von Theresienthal im Bayerischen Wald nach Sankt Petersburg, an den Zarenhof in Russland. Der Zarenhof hatte Pokale und Tischaufsätze aus lichtblauem Wassersaphirglas in Theresienthal bestellt.« Die Kristallglasmanufaktur Theresienthal hat sich seit dem beginnenden 19. Jahrhundert international Beachtung und Anerkennung mit ihren Produkten verschafft, die u.a. bei den Weltausstellungen prämiert wurden. Wirtschaftliche Schwierigkeiten schienen vor einigen Jahren der Manufaktur ein Ende zu bereiten. Im vergangenen Jahr hat sich dieser Betrieb als gemeinnützige Stiftung Theresienthal wieder auf den Weg gemacht und den Neubeginn einer traditionsreichen Manufaktur und damit den Erhalt der Glasmacherkunst gewagt.
Wir zeigen die aktuelle Kollektion im Laden. Sie umfasst neue Formen, greift alte auf und entwickelt sie behutsam weiter.






