Kunsthandwerker zeichnen
Zeichnen ist schreiben, zeichnen ist kritzeln, zeichnen ist modellieren, formen, ausformen und formulieren. Zeichnen ist suchen oder finden, klären und verwerfen, notieren, beschreiben und vieles mehr. Die Ausstellung „Kunsthandwerker zeichnen“ beleuchtet die Vielfalt und unterschiedliche Wertigkeit von Zeichnungen. Für manche sind Zeichnungen Bestandteil ihrer Auseinandersetzung mit der plastischen Arbeit oder beschreiben den Weg dahin. Für andere sind es Lockerungsübungen oder der Versuch, den Raum über die Fläche zu erfassen. Für einige ist das Zeichnen ein sehr eigenständiges, oft auch unabhängig zu verstehendes Feld.
Olga von Moorende – Spielraum für Kleider
Olga von Moorende widmet sich dem Thema Kleidung mit dem Verständnis einer bildenden Künstlerin. Aus der Vielfalt des Möglichen schöpfend, lässt sie den Körper zur Leinwand für ihre textilen Konversationsstücke werden. Mit Witz und Humor modelliert sie mit farbigen Reißverschlüssen, malt mit Applikationen und bunten Knöpfen, gestaltet mit raumgreifenden Tütentaschen. In ihren Schöpfungen sieht Olga von Moorende die Chance zur Freiheit und Lebendigkeit und gibt den Menschen Mut, sich als Individuen zu erkennen und zu behaupten. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Nicht dass Du mir von der Bluse fällst!
Am 21. April 1999 setzten sich in der altehrwürdigen Münchner Wirtschaft „Fraunhofer“ ein paar Goldschmiede zusammen und gründeten einen Stammtisch. Irgendwann löste sich dann die Runde sang- und klanglos wieder auf. Doch eines der letzten Treffen ist Legende. Es war im späten Frühjahr 2001, Volker Atrops, Peter Bauhuis, Doris Betz, Waltraud Erlacher, Therese Hilbert, Otto Künzli, Karen Pontoppidan und Bettina Speckner saßen zusammen. Warum nicht aus unserem Stammtisch heraus eine Ausstellung entwickeln? Das große wilde Brainstorming setzte ein, wucherte, trug uns in andere Sphären. Die Fantasie schäumte auf wie ein gut eingeschenktes Bier. Der Erschöpfung nahe, muss es dann aus einem nicht mehr verifizierbaren Munde gerutscht sein, jenes ominöse Konstrukt, das erst fast unbeachtet blieb, um dann beim wiederholten Aussprechen jenen Sog zu entwickeln, der uns bis heute in den Bann zieht: Nicht dass Du mir von der Bluse fällst! Strengste Geheimhaltung wurde beschworen, niemand sollte uns diesen real-poetischen Titel klauen. Die Jahre zogen ins Land. Gras wuchs hier und dort. Im Frühling 2010 wird nun ein Traum wahr.
Kunsthandwerk aus Baden-Württemberg
07.01.2010 bis 04.02.2010
Im Bund der Kunsthandwerker Baden-Württemberg e.V. haben sich künstlerisch Schaffende aus den Bereichen Gestaltung und Handwerk zusammengeschlossen Die international orientierte, kulturelle Einrichtung dient der Pflege und Förderung der zeitgenössischen Angewandten Kunst und will durch Ausstellungen und Messen das Zusammenwirken von Kunst, Gestaltung und Handwerk stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken. Mit seinen nationalen und internationalen Kooperationspartnern sowie dem hohen Niveau der Mitglieder, deren Arbeiten sich durch anspruchsvolle Gestaltung und hohe handwerkliche Qualität auszeichnen, unterstützt der Bund der Kunsthandwerker Baden-Württemberg zeitgemäße Beiträge zur Weiterentwicklung der Angewandten Kunst.
Paul Müller – Dinge. Sonst nichts.
Ausstellung: 9.10. – 14.11.09
Eine Kooperation des Bayerischen Kunstgewerbe-Vereins mit der Neuen Sammlung - The International Design Museum Munich - in Zusammenarbeit mit dem Künstler
Am Anfang stehen Papier- und Holzmodelle, Schablonen, Skizzen und Zeichnungen. Das Ergebnis sind nicht einfach Gebrauchsgegenstände, sondern durchdachte, hochwertige Einzelstücke und Kleinserien von besonderer Ausdruckskraft. Paul Müller verwendet Metalle, wie Silber Messing, Bronze, Tombak und Stahl. Dabei bestimmt die Formidee die Auswahl des Materials. Die Lust an der Auseinandersetzung mit ungewöhnlichen Gestaltungsaufgaben lassen Leuchter, Kannen und Gefäße bis hin zu Espressomaschinen entstehen.
BKV-Preis 2009 für Junges Kunsthandwerk
Der BKV-Preis für Junges Kunsthandwerk kann seit 2006 durch die Unterstützung der LfA Förderbank Bayern einmal jährlich verliehen werden. Die diesjährigen Preisträger sind:
- Katsura Sasaki (Japan, Tokio)
- Nicole Lehmann (Deutschland, Halle)
- Pedro Sequeira (Portugal, Porto)
Vom Ursprung zur Form– Schalen aus heimischem Kupfer von Laurenz Stockner
24.07. – 12.09.2009
Vernissage 23. Juli 2009 18.30 Uhr
Handwerker, Künstler, Perfektionist. Die Arbeiten des Schmieds Laurenz Stockner (* 1971) aus Brixen in Südtirol halten souverän die Balance zwischen Kunst und Handwerk. Die Kraft des verwendeten Materials: Ahrntaler Zementkupfer und Form des Gegenstands zwischen Gebrauchswert und Kult, lösen seine Schalen aus ihrem Zeitbezug, aus dem Moment ihrer Entstehung, gewinnen eine Dimension, die berührt. Stockner arbeitet seit langem an diesen Schalen und hat das Ziel seiner Bemühungen: die ideale Form beinahe erreicht.
1-99 Jahre
Thorsten Franck – Möbel und Objekte
Ein Kind, das spielt, ist frei von Absichten und Zwängen. Es überlässt sich
dem wunderbaren Spiel der unendlichen Wiederholungen und gewinnt dabei Sicherheit. Kinder beobachten ihr Umfeld, sie lernen von uns da1 x 1 der Dinglichkeiten, um uns dann ihr einfallsreiches Spiel vorzuführen. 1-99 Jahre schlägt eine Brücke und löst die Trennung auf.
Aufräumen, Kleider an die Garderobe hängen und Ordnung halten ist nicht, was Kinder gern tun. Was oft als Zwang empfunden wird, lässt sich aufspielerische Weise bewältigen. Die Möbel und Objekte für Kinder regen die Phantasie an und lassen die Trennung von Groß und Klein vergessen. Zum Beispiel ein Hocker, der im Wohnzimmer und im Kinderzimmer gefällt, auf dem Paul und Paulchen sitzen möchten und der einen authentischen Materialumgang erfahren lässt.
Einfache Formen- und Farbwelten, mit- und untereinander kombinierbar, eröffnen ein unendliches Spielfeld für Kinder.
Die Ausstellung zeigt auch die Sicht eines Vaters, der täglich die Welt mit seiner Tochter neu entdeckt.
Keramik aus Großbritannien
03. April – 23. Mai 2009
Seit 2004 war die Galerie für Angewandte Kunst des Bayerischen Kunstgewerbe-Vereins als Aussteller auf der Collect im Victoria&Albert Museum in London vertreten. Über die Präsentation der eigenen Arbeiten hinaus, bot sich dort die Gelegenheit, andere Galerien und deren Künstler kennen zu lernen. In der Ausstellung “Keramik aus Großbritannien” zeigt die Galerie für Angewandte Kunst Arbeiten einer Reihe von Keramikerinnen und Keramikern, die auf der Collect der letzten Jahre prominent vertreten waren. Das Spektrum umfasst sowohl Gebrauchsgefäße wie Kannen, Schalen und Vasen, als auch figurative Plastik.
Einführung von Ines Kohl
Bildergalerie
Ganz woanders – Schmuck von Helen Britton
20. Februar – 28. März 2009
Helen Britton: “The work started in 2007, through a residency in Erfurt as City goldsmith. Spending time in Erfurt and then Lauscha allowed me to track an obsession with the decorative glass tradition of the Thüringer Forest which had fascinated me almost all my life. This exhibition resulted from a clear decision not only to pursue a romantic idea, but to concentrate on making work about the experience of a place diametrically different to my original environment.“
„Die Arbeit begann 2007 durch meinen Aufenthalt in Erfurt als Stadtgoldschmiedin. Diese Zeit in Erfurt und Lauscha ermöglichte es mir, einer Obsession nachzugehen, die mich mein Leben lang fasziniert hat: die dekorative Glaskunst aus dem Thüringer Wald. Diese Ausstellung ist das Ergebnis einer klaren Entscheidung, nicht nur einer romantischen Idee zu folgen, sondern mich auf Arbeiten über die Erfahrung mit einem Ort zu konzentrieren, der so gegensätzlich zu meiner ursprünglichen Umgebung ist.“
50 Jahre Angewandte Kunst in Bremen
09. Januar - 14. Februar 2009
Gegründet 1959 kann die Angewandte Kunst Bremen (AKB-Bremen) in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiern. Der Bayerische Kunstgewerbe-Verein gratuliert sehr herzlich und lädt aus diesem Anlass die Kolleginnen und Kollegen aus Bremen zu einer Ausstellung in die Galerie für Angewandte Kunst ein. Diese Ausstellung führt die Ausstellungsreihe mit Kunsthandwerk aus anderen Regionen Deutschlands fort, die 2005 mit Berlin-Brandenburg begann und seither Hessen (2006), Nordrhein-Westfalen (2007) und Hamburg (2008) vorstellte.
Wenn die Kinder artig sind...
21. November 2008 - 03. Januar 2009
Zu Weihnachten und zum Jahreswechsel hat die besinnliche Jahreszeit ihren Höhepunkt. Oft wird noch einmal zurückgeschaut, aber auch Pläne und Wünsche für die Zukunft haben ihren Raum. Mitglieder des Bayerischen Kunstgewerbe-Verein haben sich Gedanken zu diesem Thema gemacht und zeigen eine Vielzahl von originellen Dingen, mit denen man sich selbst oder andere belohnen kann. Egal ob man artig war oder nicht, die schönsten Geschenke kommen von Herzen. Schmuck, Keramik, Textil oder Glas - lassen Sie sich überraschen und anregen für Ihre persönlichen Glückwünsche zum Weihnachtfest und zum Jahreswechsel!Leder und Seide: Bettina von Reiswitz und Maja Vogl
Diese Ausstellung verbindet die Arbeiten zweier Persönlichkeiten, die mit hoher handwerklicher Perfektion Kunstwerke schaffen.
Bettina v.Reiswitz studierte zunächst Volkskunde. Nach dem Studium machte sie eine Feintäschnerlehre. Seit 1993 stellt sie handgenähte Taschen aus pflanzlich gegerbtem Rindleder her. Diese Taschen sind weniger modisches Accessoire als vielmehr eigenständiges Objekt, Architekturgebilde aus selbst gefärbtem Leder.
Maja Vogl absolvierte zunächst eine Lehre der Handweberei. Danach studierte sie Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München bei Prof. Rudi Tröger. Aus Industriegarnen (Baumwolle, Leinen, Seide) in leuchtenden Farben und sehr feiner Ausspinnung webt sie auf dem Flachwebstuhl Kissen, Tischwäsche und Kleidung als Unikate.
BKV-Preis für Junges Kunsthandwerk
In einer gemeinsamen Ausstellung sind sowohl die preisgekrönten Arbeiten als auch die Arbeiten der Finalisten des BKV-Preises zu sehen. Die Galerie für Angewandte Kunst präsentierte die Arbeiten anlässlich der Open Art, dem Kunstwochenende der Münchener Galerien, sowie auf einer Sonderschau im Foyer der Kunstmesse München und im März 2009 bei der Internationalen Handwerksmesse.
einsundeinsistdrei: Keramiken von Monika J. Schödel-Müller und Werner B. Nowka
25. Juli - 13. September 2008
Die außergewöhnliche Art im Umgang mit dem Medium Keramik und die Entwicklung einer eigenen Formensprache haben dem Keramikerpaar Monika J. Schödel-Müller und Werner B. Nowka sowohl in Deutschland als auch international hohe Anerkennung gebracht. Gerade sind sie aus den Fule International Ceramic Art Studios in Fuping, China zurück, wo sie im « Museum Deutscher Keramik » neben einigen anderen Künstlern ausgewählt wurden, unsere keramische Kultur zu vertreten.
Die Ausstellungen in der Galerie für Angewandte Kunst werden gefördert vom
Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie.
www.stmwivt.bayern.de















